Samenbomben

Was sind Samenbomben und wie kann ich sie selber machen?

Kurz gesagt eine Samenbombe ist eine Kugel aus Kompost, Humus und Samen verschiedener Pflanzen. Sie wird mit Ton vermischt, mit etwas Wasser befeuchtet und dann zu Kugeln geformt. Anschließend noch zwei Tage trocknen lassen und fertig ist die Seed Bomb Marke Eigenbau. Meistens enthalten diese dann Samen von einheimischen Pflanzen wie von Kornblumen, Sonnenhut und Ringelblume. Sie werden heute vor allem im Guerilla Gardening eingesetzt

Die fertigen Samenbomben werden dann auf eine ausgesuchte Fläche mit Erde gelegt oder geschmissen. Wenn du eine Fläche gefunden hast, diese aber nur kargen Boden hat kannst du mit etwas Blumenerde nachhelfen. Die Kugel aus dem Ton-Erde-Gemisch schützt die darin liegenden Samen. So können weder Mäuse, Ratten oder Vögel die Samen wegessen. Außerdem saugt sich die Kugel mit Wasser voll und speichert dieses auch dank des Tones. Dadurch haben die Samen perfekte Keimbedingungen und deine Pflanzen werden schon bald aufkeimen.

Seed Bomb Rezeptur und Anleitung

  1. Sammle etwas Kompost und Blumenerde. Am besten du setzt gleich auf 100% ökologischen Humus oder legst kurzer Hand einen eigenen Komposthaufen an.
  2. Suche dir etwas rote Tonerde oder Ton.
  3. Wähle Samen von Pflanzen die du magst und schön findest aus. Ganz wichtig ist das du natürlich heimische Arten wählst und keine gezüchteten Zier- und Fremdarten.
  4. Vermische nun FÜNF Teile Tonerde mit DREI Teilen Kompost/Erde und EINEM Teil Samen.
  5. Füge jetzt EIN Teil Wasser dazu und knete das Ganze etwas durch
  6. Forme Golfball bis Tennisball große Kugel. Dabei kannst du ruhig sehr liebevoll vorgehen, es ist schließlich dein Baby!
  7. Lasse alles zwei Tage trocknen oder trockne bei sehr sehr geringer Temperatur im Ofen (nicht zu heiß das schädigt deine Samen!)

Die Geschichte der Samenbombe

Erdacht hat die damals Samenkugel ein japanischer Bauer. Er wollte eine alternative Aussaat-Methode für Reis usw. auf ungeplügten Feldern entwickeln. Es war eine Form der sogenannten Direktaussaat. 1970 wurde das Wissen dann von Bewohner seines Bauernhofes in die Welt getragen. Aber auch die amerikanischen Ureinwohner haben wohl mit dieser Technik Pflanzen angebaut und kultiviert. Der japanische Bauer hieß M. Fukuoka und verbreitete sein Wissen in der Permakultur-Szene der späten 1970er. Ein großer und wie ich finde absolut gerechtfertigter Kritikpunkt sind die kommerziell vertriebenen Samenbomben. Diese enthalten ob Samen von gezüchteten Pflanzen, wie artfremde Zierblumen ohne Mehrwert für die Natur. deshalb achte bitte immer darauf das deine Samenkugeln immer Samen von heimischen Pflanzen und Blumen enthalten! (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Samenbombe)